12.01.18: Erklärung zu Razzien in Hamburg

Gemeinsame Erklärung des Antifa Enternasyonal Café und der Kampagne TATORT Kurdistan Hamburg

zu den Razzien von Freitag, 12.01.18

Heute, am 12.1., gab es in Hamburg zwei Durchsuchungen gegen kurdische Strukturen. Der Staatsschutz, der die Durchsuchungen durchführte, durchsucht zunächst eine Privatwohnung nach Öcalan Fahnen. Als Begründung führten sie an, dass die betroffene Person bei einer Demo im Herbst letzten Jahres eine Öcalan-Fahne zeigte.
Anschließend an diese Durchsuchung drangen 20 Beamte einer Spezialeinheit in den deutsch-kurdischen Kulturverein ein. Dort brachen sie Schränke auf und fanden – welch Überraschung – Öcalan-Fahnen. Sie nahmen diese mit und beschlagnahmten außerdem weitere Plakate und Fahnen.

Parallel zu den Durchsuchungen wurde außerdem eine Konferenz der kurdischen Jugend in Kassel von der Polizei und dem Staatsschutz verhindert. Die Konferenz hätte morgen stattfinden sollen – die Polizei erpresste jedoch den Anmelder die Räume zu kündigen. Die Ausweichung auf einen anderen Raum, in dem die Konferenz hätte stattfinden können, wurde ebenfalls durch polizeiliche Intervention verhindert, weswegen die Konferenz nicht wie geplant stattfinden kann.

Die Fahnenverbote, sowie das repressive Vorgehen des deutschen Staates spielen Erodogan dabei direkt in die Hände. Der deutsche Staat erfüllt damit die Forderungen des Erdogan-Regimes kurdische Strukturen in der BRD zu kriminalisieren. Nicht zuletzt die Enthüllungen über den türkischen Geheimdienst MIT, der in der BRD oppositionelle Kurd*innen auf Todeslisten führt und sie gezielt versucht zu ermorden (wie bei dem Anschlag auf Deniz Naki) machen klar, dass sie auch in der BRD vor Erdogans Agenten nicht sicher sind. Die zusätzliche Repression des deutschen Staates gegenüber der kurdischen Bewegung versucht mit allen Mitteln ihre Ideen einer selbstverwalteten Gesellschaft zu verhindern. Die kurdische Bewegung steht für ein basisdemokratisches Zusammenleben, auf den Werten von Geschlechterbefreiung und Ökologie, jenseits von Staat und Nationalismus. Da diese Ideen den herrschenden Verhältnissen widersprechen, soll ihre Ausbreitung durch Repression gestoppt werden. Wir sehen die Durchsuchungen & die verhinderte Jugendkonferenz im Zusammenhang mit der stärker werdenden Repression gegen kurdische und linke Strukturen im allgemeinen, die zur Zeit in der BRD stattfindet.

Innerhalb der deutschen Gesellschaft soll durch die Razzien zusätzlich das Bild vermittelt werden, dass die kurdische Bewegung terroristisch sei. Die Repression setzt hierbei auf Entsolidarisierung, Distanzierung und Einschüchterung. Umso wichtiger, dass wir als Radikale Linke nicht auf diese Spaltung hereinfallen, solidarisch mit unseren kurdischen Genoss*innensind und uns gemeinsam der staatlichen Repression in den Weg stellen. Die Repression gegenüber der kurdischen Bewegung ist ein Angriff auf alle emanzipatorischen, linken und anti-patriarchalen Ideen und trifft somit alle Menschen, die sich für eine befreite Gesellschaft einsetzten.

Wir sind nicht darüber überrascht, dass der Staat mit Repression und Gewalt auf den Aufbau einer Alternative zum kapitalistischen Patriarchat reagiert. Der Staat wird immer versuchen kämpfende, emanzipatorische Bewegungen zu zerschlagen – lassen wir das nicht zu!

Berxwedan jiyan e! – Widerstand ist Leben!

Jin Jiyan Azadi! – Frauen*, Leben, Freiheit!

Biji serok Apo! – Es lebe der Vorsitzende Abdullah Öcalan!

TATORT Kurdistan Café im Januar 2018

Biranîn – Erinnern an Rojbîn, Sara, Ronahî


TATORT-Kurdistan Café

am 10. Januar 2018
18:30 Uhr
im Centro Sociale,

Sternstraße 2

Am 9. Januar 2013 wurden Sakine Cansız (Sara), Mitbegründerin der PKK, Fidan Doğan (Rojbîn), die Pariser Vertreterin des Nationalkongresses Kurdistan, sowie Leyla Şaylemez (Ronahî), Mitglied der kurdischen Jugendbewegung, in der Nähe des Pariser Gare du Nord im dauerüberwachten Informationszentrum Kurdistan mit Kopfschüssen ermordet. Der einzige Tatverdächtige, Ömer Güney, wurde nach der Tat verhaftet.

Diese Morde ereigneten sich zu einer Zeit, in der Friedensgespräche zwischen Abdullah Öcalan, der sich seit 1999 auf der Gefängnisinsel İmralı befindet, und dem türkischen Staat begannen. Es besteht kein Zweifel am politischen Charakter des Mordes. Dieses Attentat wird vor allem als Angriff auf die Friedensgespräche und auf die Frauenbewegung gewertet.

Ömer Güney starb kurz bevor der Prozess vier Jahre später gegen ihn beginnen konnte an einem Hirntumor. Obwohl es etliche Beweise für einen Auftragsmord des türkischen Geheimdienstes gibt, wurde der Prozess mit dem Tod des Angeklagten eingestellt. So konnten diese Tat und die Hintergründe nie richtig aufgeklärt werden.

Wir wollen von den drei wichtigen Persönlichkeiten der kurdischen Frauenbewegung erzählen. Außerdem stellen wir euch den gerade erschienenen dritten Band – Guerilla – der Biographie von Sakine Cansız „Mein ganzes Leben war ein Kampf“ vor. Mit Essen und Filmbeitrag.

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Kommt mit zur Demonstration zum Jahrestag der Morde am 6. Januar 2018 um 11 Uhr am Gare du Nord in Paris.

Busse zur Demo fahren am 5. Januar um 21 Uhr am ZOB Hamburg.
(Karten gibt es am Bus)

13.12.| TATORT Kurdistan Café im Dezember: Freiheit für Nudem Durak!

Freiheit für Nudem Durak!
Freiheit für die Kunst! Freiheit für die Musik!

Nudem Durak sitzt in der Türkei im Gefängnis. Ihr Verbrechen: Sie hat kurdische Lieder gesungen.

Informationsveranstaltung mit Live-Musik und Hintergrundinformationen im TATORT Kurdistan Café,

Mittwoch, 13. Dezember 2017,
18:30 Uhr, 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Volksküche
im Centro Sociale, Sternstraße 2
20357 Hamburg
U-Bahn Feldstraße, Eingang vom Hof des ehemaligen Schlachthofgeländes
http://www.centrosociale.de/
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08.11.17: Buchvorstellung & Diskussion “Zivilisation und Wahrheit”

Buchvorstellung & Diskussion zu
»Zivilisation und Wahrheit – Maskierte Götter und verhüllte Könige« von A. Öcalan

TATORT-Kurdistan Cafe
Mittwoch, den 08.11.17

um 18:30 Uhr,
Centro Sociale,
Sternstraße 2 (U-Bahn Feldstraße)
Mıt Essen ab 18 Uhr

In diesem Jahr ist die deutschsprachige Übersetzung des ersten Band des »Manifests der demokratischen Zivilisation« von Abdullah Öcalan erschienen. Das erste Buch des fünfteiligen Werkes bringt uns von der Quelle der Zivilisation in die urbane zivilisierte Gesellschaft. 08.11.17: Buchvorstellung & Diskussion “Zivilisation und Wahrheit” weiterlesen

27.10.2017: Antifa Enternasyonal Café: “Feministische Kämpfe international”

27.10.2017, VoKü in der Roten Flora
Antifa Enternasyonal Cafe: “Feministische Kämpfe international”

ab 20 Uhr Veranstaltung
ab 19 Uhr Einlass und Essen

Die Wahlergebnisse der AfD bestätigen den Rechtsruck, der sich schon länger in der BRD ausbreitet. Nicht nur hier in Deutschland, sondern fast überall ist dieser zu spüren. Rechte Parolen einhergehend mit einem stereotypen Frauen- und Familienbild werden Normalität und bekommen immer mehr Zuspruch aus der Gesellschaft. 27.10.2017: Antifa Enternasyonal Café: “Feministische Kämpfe international” weiterlesen

SA 21.10.| Demo | Lasst uns die Totalisolation Öcalans durchbrechen!

Freiheit für Abdullah Öcalan! Weg mit dem PKK-Verbot!

Demonstration

SA 21.10.| 15 Uhr | Hamburg, Sternschanze:

Call for support: Lasst uns die Totalisolation Öcalans durchbrechen!

Erklärung der “Initiative Freiheit für Abdullah Öcalan” zu den Hintergründen.

Aufruf von NAV-DEM:

Liebe Freundinnen und Freunde,

in dutzenden Städten Deutschlands und anderen Ländern Europas gehen seit Sonntag, den 15.10.2017, tausende Kurdinnen und Kurden auf die Straße. Sie fordern Klarheit über die Situation Abdullah Öcalans und dessen Freiheit. Anlass für die Proteste sind Meldungen, die in der letzten Woche in türkischen Medien erschienen und den Tod Abdullah Öcalans verkündeten.

Auch auf den Straßen Deutschlands protestieren seither jeden Tag tausende Menschen. In Dresden, Halle, Leipzig, Stuttgart, Duisburg, Frankfurt a. M., Mannheim, Hamburg, Berlin, Freiburg i. Br., Wuppertal, Ulm, Darmstadt, Saarbrücken, Karlsruhe, Hannover, Hildesheim, Dortmund, Essen, Bielefeld, Münster, Bremen und Kiel fanden seither täglich Demonstrationen und Kundgebungen für die Freiheit Abdullah Öcalans statt. Bis zur Genehmigung einer Delegation zur türkischen Gefängnisinsel Imrali, auf der Öcalan seit 1999 inhaftiert ist, sollen die Proteste fortgesetzt werden.
Wir möchten aus diesem Grund alle solidarischen Kreise, die uns mit ihrer Unterstützung in den ernsthaftesten Phasen wie dem Kampf um Kobane unterstützen, bitten in den jeweiligen Städten die Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen für die Freiheit Öcalans zu unterstützen. Nur gemeinsam können wir die Totalisolation brechen und die Öffentlichkeit für unser Anliegen sensibilisieren.

In diesem Kontext möchten wir euch noch auf folgende drei zentrale Termine hinweisen:

21. Oktober-Samstag: Eine zentrale regionalweite Demonstration in Düsseldorf. Am selben Tag wird es in Hamburg, Bremen, Berlin, Kassel, Sachsen, Kiel, Oldenburg, Hannover, Frankfurt, Giessen, Mainz, Mannheim, Saarbrücken, Darmstadt, Stuttgart, Freiburg, Heilbronn, Nürnberg, München Aktionen geben.

23. Oktober-Montag: Beginn eines unbefristeten Sitzstreiks in Straßburg mit über 500 Menschen.

4. November-Samstag: Europaweite Demonstration für die Freiheit Öcalans und die Aufhebung der Verbotspolitik Deutschlands (Aufruf: http://navdem.com/kein-fussbreit-dem-faschismus/)

Für Informationen zu weiteren Aktionen in den verschiedenen Städten, könnt ihr uns per Mail (info@navdem.com) oder telefonisch bei Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. anfragen (0163/4834607) melden.

Mit solidarischen Grüßen
NAV-DEM

11.10.17 |TATORT Kurdistan Café im Oktober | Gentrifizierung auf Türkisch

Gentrifizierung auf Türkisch
– Kriegsverbrechen vor den Augen der Weltöffentlichkeit

Seit dem Sommer 2015 führt der türkische Staat wieder einen offenen Krieg gegen die Bevölkerung von Nordkurdistan. Seine Kriegspraktiken schließt die Zerstörung von Lebensgrundlagen auch in urbanen Gebieten ein und setzt zielgerichtet Umweltzerstörung gegen die widerständige Bevölkerung ein. 11.10.17 |TATORT Kurdistan Café im Oktober | Gentrifizierung auf Türkisch weiterlesen

22.9.2017: Antifa Enternasyonal Café in der Roten Flora

… mit einem Erfahrungsbericht aus Rojava

ab 19 Uhr geöffnet
ab 20 Uhr Beginn

Die Revolution in Rojava, der Aufbau einer selbstverwalteten Gesellschaft und die Umsetzung eines kollektiven Lebens stellt nicht nur eine Perspektive für den Mittleren Osten dar, sondern kann als weltweite Perspektive emanzipatorischer Politik verstanden werden. Deswegen besuchen Menschen aus aller Welt die befreiten Gebiete im Norden Syriens (Rojava). In unserem Café werden zwei Internatioanlist*innen von ihren Eindrücken berichten. Im Fokus der Veranstaltung soll einmal die internationalistische Kommune stehen, die sich seit diesem Jahr im Aufbau befindet. Zum anderen wird das Frauendorf JINWAR vorgestellt, in dem Frauen* nach ihren eigenen Bedürfnissen kollektiv zusammenleben und gemeinsam ein feministisches Leben aufbauen.

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam über die Notwendigkeit von Internationalismus und autonomer feministischer Organisierung diskutieren!

Vokü der Roten Flora
Achidi-John-Platz 1 (Schulterblatt)
Hamburg