1312! Prozesseröffnung wegen §129b gegen Mahmut Kaya

Zur Eröffnung des Verfahrens gegen den kurdischen Aktivisten Mahmut Kaya
am 13.12.18., 11 Uhr, OLG Hamburg, Sievekingplatz 3
rufen wir auf zur

Kundgebung ab 10:00 Uhr vor dem Gericht

[parallel laufen 2 NoG20-Prozesse am 13.12. ab 9:00 Uhr, eine Kundgebung hierfür mit Infostand, Kaffee/ Tee ist ab 8:00 Uhr vom Bündnis “United We Stand” organisiert https://unitedwestand.blackblogs.org]

WIR DOKUMENTIEREN HIER DIE PRESSEMITTEILUNG VON AZADÎ E.V.:

11. Dezember 2018
Prozesseröffnung vor OLG Hamburg gegen Mahmut KAYA

Am 13. Dezember beginnt vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht das Hauptverfahren gegen den kurdischen Politiker Mahmut Kaya, dem eine Mitgliedschaft in einer „terroristischen Vereinigung“ im Ausland (§§129a/b StGB) – hier PKK – vorgeworfen wird. Er soll sich in seiner Eigenschaft als „Gebietsleiter“ von Juni 2013 bis Juni 2014 in Norddeutschland politisch betätigt haben. 1312! Prozesseröffnung wegen §129b gegen Mahmut Kaya weiterlesen

Mi.12.12.18 | TKHH-Café | Make Rojava Green Again

Zwischen Krieg und Embargo – Ökologische Arbeiten in Rojava
Vorstellung der Kampagne „Make Rojava Green Again“

Ein von der Natur entfremdeter Mensch ist ein von sich selbst entfremdeter, ein sich selbst zerstörender Mensch – kein System hat diesen Zusammenhang deutlicher aufgezeigt als die kapitalistische Moderne: Umweltzerstörung und ökologische Krisen gehen Hand in Hand mit Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen. Die rücksichtslose Mentalität vom maximalen Profit hat den Planeten an den Rand des Abgrundes geführt, die Menschheit in ein Chaos aus Krieg, Hunger und sozialen Krisen gestürzt. Deswegen ist genauso wie Frauenbefreiung und die umfassende Demokratisierung aller Lebensbereiche die Entwicklung eines ökologischen Gesellschaftssystems ein Grundpfeiler der Revolution von Rojava. Auch und vor allem in Rojava, als ein von kolonialer Politik über Jahrhunderte ausgebeuteter Raum, sind die Folgen vom Krieg, Naturzerstörung und wirtschaftlichem Embargo allgegenwärtig. Dem entgegen wird seit 2012 eine neue Gesellschaft basierend auf dem Demokratischen Konföderalismus aufgebaut. Seit Februar diesen Jahres hat die Internationalistische Kommune in Zusammenarbeit mit den lokalen Selbstverwaltungsstrukturen die Kampagne „Make Rojava Green Again“ gestartet um auch die elementaren Fragen der Ökologie in den Fokus der Rojava-Revolution zu rücken. Ziel ist es unter anderem die Region wieder zu bewalden und eine dezentrale Versorgung der Ernährung und mit Energie auf Grundlage ökologischer Werte zu schaffen.

Mittwoch, 12. Dezember, 19:00 Uhr
im TATORT Kurdistan Cafe, Centro Sociale, Sternstraße 2, U3 Feldstraße

Ab 18:30 Uhr Essen
Eintritt frei

14.11.18 | TATORT Kurdistan Café | “40 Jahre organisierter Widerstand”

Von der Gründung der PKK 1978 zum Aufbau der demokratischen Autonomie in Kurdistan

Heute ist die kurdische Friedens- und Freiheits-Bewegungung eine breit in der kurdischen Gesellschaft verankerte Kraft. Mit zivilen Organisationen, verschiedenen Parteien, Berufsverbänden und organisierten gesellschaftlichen Gruppen wie den Frauen und der Jugend wird in allen Teilen Kurdistans versucht eine autonome Selbstverwaltung aufzubauen. Es entstehen Räte von der Kommune bis hin zur Region, mit Kommitees wie z.B. für Justiz, Ökonomie, Selbstverteidigung oder Ökologie, in denen die Bevölkerung lernt ihre Bedürfnisse zu vertreten und zu verhandeln.
Dabei ist die Frauen*befreiung einer der Grundpfeiler, breite autonome Frauen*organisierung als gelebte radikal feministische Utopie. 14.11.18 | TATORT Kurdistan Café | “40 Jahre organisierter Widerstand” weiterlesen

31.10.-04.11.18: Kurdisches Filmfestival in Hamburg

In Hamburg findet vom 31. Oktober bis 4. November ein kurdisches Filmfestival statt.

Seit 2005 finden in Hamburg kurdische Filmtage statt. Im Programm diesjährigen Kurdischen Filmfestivals Hamburg finden sich zahlreiche hochkarätige Filme, die in Anwesenheit der Regisseure und Schauspieler gezeigt werden.
31.10.-04.11.18: Kurdisches Filmfestival in Hamburg weiterlesen

10.10.18: Ronahî – Andrea Wolf | Ein Gedenkabend zu ihrem 20. Todestag

„Eine Ahnung von dem, was Leben wirklich sein kann – auch verbunden mit der Natur – tut sich auf. Vor dem Hintergrund wird das Leben in Europa so deutlich fremd, wie es auch wirklich entfremdet ist. Wir sagen ja, du kannst die Zügel, die dich halten in Europa, deine Konditionierung erst dann umfassend verstehen, wenn du außerhalb Europas eine andere Realität kennenlernst und von dieser aus zurückschaust.“

Im Frühjahr 1997 ging Andrea Wolf, die aus der revolutionären Linken kam, mit dem Nom De Guerre ‘Ronahî’ in die Berge zur YAJK, wie sich damals die Frauenguerilla in Kurdistan nannte. Dass sie sich der Frauenarmee anschloss, brachte ihren großen Wunsch zum Ausdruck, für beides zu kämpfen: für die Befreiung der Frau und gegen den Imperialismus.

„Ich sah die gute Möglichkeit, in dem Lernprozess dort, im Kampf, in der Auseinandersetzung, in der Schulung, auch im Krieg, neue Perspektiven und Kräfte für uns zu sammeln, und gestärkt und vorbereitet zurückzukommen, gerade weil und wo es im eigenen Land so eng ist. …
Ich sehe es so, dass im Aufbau einer umfassenden Organisation für uns eine große Chance liegt, wo wir frühere Fehler wettmachen können.“

schrieb Andrea aus den Bergen Kurdistans.

Bei einer Militäroperation in der Region Catak/Nordkurdistan fiel sie mit anderen Genoss*innen der türkischen Armee in die Hände. Brutal wurde sie ermordet, obwohl sie schon entwaffnet war. Ein Kriegsverbrechen, wie es die türkische Armee seit Jahrzehnten fast täglich begeht.

Wir wollen an Andrea erinnern, einen Film über sie zeigen, Freund*innen, die sie kannten, berichten lassen und die Stimmen junger Internationalist*innen hören, die ihren Spuren gefolgt sind und sich der Revolution in Rojava angeschlossen haben.

Wenn wir an Ronahî denken, denken wir an eine Frau mit einem strahlenden Lächeln, mit viel Lebensfreude, Kraft und Klarheit. Das Erinnern an sie soll uns Kraft geben unsere Aufgaben anzugehen.
Niemand wird vergessen, niemals wird vergeben!

TATORT Kurdistan Café im Centro Sociale
am 10. Oktober 2018,
19:00 Uhr
, ab 18:30 Essen
Sternstraße 2 (U-Bahn Feldstraße)
tkhh.blogsport.eu/

Mi. 12.09.: Erdoğan Not Welcome! Infoveranstaltung

Infoveranstaltung
TATORT Kurdistan Café
Mittwoch, 12. September, 19:00 Uhr
Centro Sociale

Erdogan ist nicht willkommen!

Ein Diktator kommt vom 27.-29.September 2018 nach Berlin – und wird mit allen vermeintlichen Ehren eines Staatsbesuchs empfangen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wird Ende September erneut um deutsche Unterstützung für seine Kriegspolitik bitten. Es ist abzusehen, dass auch dieses Mal Waffenverkäufe abgesegnet, Kredite zugesagt und Investitionen in der Türkei vereinbart werden.

Die Liste der Verbrechen des Erdoğan-Regimes ist lang:
Militäroperationen und Besatzungen auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus, Zerstörung von Städten und Natur, Vertreibung hunderttausender Menschen. Gleichzeitig werden Oppositionelle und Aktivist*innen verfolgt und verhaftet.

Im TATORT Kurdistan Café wird Mako Qocgiri von Civaka Azad (Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit) über die lange deutsch-türkische Zusammenarbeit im Kontext des aktuellen Staatsbesuchs sprechen.
Wir informieren außerdem über Protest-Aktivitäten hier in Hamburg unter dem Motto ‘Erdogan Not Welcome!”.

Am 12.September jährt sich zudem der faschistische Militärputsch von 1980. Anlass also, auch dessen Rolle im Vernichtungsplan gegen emanzipatorische, demokratische Kräfte zu beleuchten.

TATORT Kurdistan Café
Mittwoch, 12. September 2018
19:00 Uhr, Essen ab 18:30 Uhr
http://tkhh.blogsport.eu
Centro Sociale, Sternstr. 2, Hamburg

TATORT Kurdistan Café im August:

Mittwoch, 08.08.2018
19:00 Uhr
, ab 18:30 Uhr Essen
Centro Sociale
Sternstr. 2, gegenüber U3 Feldstraße

„Rheinmetall entwaffnen – Krieg beginnt hier“

Weltweit sind deutsche Waffen am Morden beteiligt. Deutschland liegt bei den Rüstungsexporten auf Platz 4 und in der EU an zweiter Stelle. In den letzten 10 Jahren konnte Rheinmetall ohne großen Aufschrei zu einem der größten Munitionslieferanten der Welt aufsteigen.

Über Tochtergesellschaften im Ausland schafft es Rheinmetall sogar die wenigen bestehenden Rüstungsexportregeln zu umgehen und seine Erzeugnisse auch in Kriegs- und Krisenregionen zu verkaufen.

TATORT Kurdistan Café im August: weiterlesen

Mi., 11.07.18: TATORT Kurdistan-Café im Juli: Medienkrieg der Türkei

Vortrag der Veranstaltung als MP3 Download.

Die Türkei hat die Okkupation des freien Kantons Afrin durchgesetzt.

Der Grund ist nicht nur die gewaltige militärische Überlegenheit der zweit-größten NATO-Armee gegenüber den kurdischen Verteidigungskräften.
Den militärischen Erfolg konnte sie erzielen, WEIL sie vorher den zugehörigen Medienkrieg gewonnen hatte.

Die Methoden dieser Ebene des Krieges sowie ihre gravierende Bedeutung wollen wir im nächsten TATORT-Kurdistan Café anhand diverser Beispiele deutlichmachen.

Mittwoch 11. Juli 2018, 19:00 Uhr
18:30 Uhr bis 19:00 Uhr Essen

Centro Sociale
Sternstraße 2
20357 Hamburg
U-Bahn Feldstraße

TATORT Kurdistan Hamburg

Bericht von den Harbour Games: So wie es ist, bleibt es nicht!

Artikel aus ANFdeutsch: https://anfdeutsch.com/aktuelles/so-wie-es-ist-bleibt-es-nicht-5241

Antikapitalistische Aktionsrallye im Brennpunkt des Hamburger Hafens.

In Hamburg wurde am vergangenen Samstag von etwa 150 Aktivist*innen eine aktionistische Fahrradtour an die verschiedenen Stellen des Hamburger Hafens gemacht – die ersten „Harbour-Games”. Bericht von den Harbour Games: So wie es ist, bleibt es nicht! weiterlesen

22.-24.06.18: Harbour Games Hamburg 2018


TATORT Kurdistan Hamburg beteiligt sich an den Harbour Games 2018 und ruft zur Teilnahme auf: (Text der Seite https://harbour-games.nostate.net/)

Am 23. Juni 2018 werden wir dorthin gehen, wo sich die herrschenden Zustände verdichten, wo Konzerne und weitere Akteur*innen an der Plünderung des globalen Südens, an desaströser Energiegewinnung durch Atom und Kohle, an Kriegen oder der Ausbeutung von Tieren und der Zerstörung der Natur verdienen. Wir werden den Ablauf der kapitalistischen Verwertungsmaschinerie stören und ein Zeichen setzen: so, wie es ist, bleibt es nicht.

Freitag, 22. Juni – Auftakt: Ab 16 Uhr Ankommen im Buttclub (Hafenstraße 126), ab 19 Uhr Vortrag zum Hafen und letzte Infos.
Samstag, 23. Juni: Antikapitalistische Aktionsrallye Ab 9:00 Uhr Treffpunkt an der Sauerkrautfabrik (Kleiner Schippsee 22, HH-Harburg). Start der Rallye durch den Hamburger Hafen pünktlich um 10:00 Uhr.

Aufruf